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Sonntag, Mai 20, 2012
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Zeckengefahr: Bereits acht Patienten an FSME erkrankt!

Aufgrund eines infizierten Zeckenstichs wurden heuer bereits acht FSME-Erkrankungen registriert. Die Ursachen sind Überschreitung der Auffrischungsintervalle oder eine komplett fehlende Impfung. Experten warnen: Die FSME ist eine schwere Erkrankung - nur wer die korrekten Impfintervalle einhält, ist auch geschützt!
Laut Meldung des Instituts für Virologie der Medizinischen Universität Wien v. 29.05.09 wurden bereits acht FSME-Fälle (Frühsommer-Meningoenzephalitis) in diesem Jahr diagnostiziert. In der Steiermark wurden fünf Patienten hospitalisiert, in Salzburg zwei und im Burgenland ein FSME-Fall. Die Altersverteilung weist einen Fall zwischen 7 und 14 Jahren aus, einen weiteren zwischen 21 und 30 Jahren, je zwei Erkrankungsfälle zwischen 41 und 50 sowie 51 und 60 Jahren sowie zwei Patienten im Alter von 71 bis 80 Jahren.

Bedauerlich ist die Tatsache, dass ein 57-jähriger Patient seine zeitgerechte Auffrischungsimpfung verabsäumte, weil die letzte vor 10 Jahren erfolgte und ein 46-jähriger FSME-Patient die Grund-immunisierung nicht abgeschlossen hat. Beide Erkrankungsfälle haben somit die empfohlenen Impfintervalle nicht eingehalten. Weitere fünf Patienten waren in ihrem Leben noch nie gegen FSME geimpft, der Impfstatus eines FSME-Falles kann aus heutiger Sicht nicht nachvollzogen werden.

Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze, Leiter des Instituts für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien warnt: "Wer die empfohlenen Impfintervalle nicht einhält oder gar noch nie gegen FSME geimpft ist, geht ein gefährliches gesundheitliches Spiel ein. Denn die FSME ist eine schwere Erkrankung, die zu Lähmungen und Bewusstseinsstörungen führen aber auch tödlich enden kann, so wie im letzten Jahr leider ein ungeimpfter Patient an FSME verstorben ist. Viele Menschen verbringen ihre Zeit vermehrt in der Natur mit Freizeitaktivitäten wie Wandern, Spaziergängen, Fahrradfahren oder auch Gartenarbeit und sind damit auch der Zeckengefahr ausgesetzt, wenn sie nicht geschützt sind."

Die jung gebliebene sowie aktive und mobile Generation 50 Plus trifft es jährlich mit mehr als die Hälfte der FSME-Erkrankungsfälle am häufigsten. Im höheren Alter wird das Immunsystem aber schwächer und der Impfschutz lässt damit auch schneller nach, die zeitgerechte Auffrischung der Impfung sollte daher unbedingt beachtet werden. Aber auch Kinder können an FSME erkranken und sollten bereits ab dem 1. Lebensjahr geimpft werden.

Univ.-Prof. Dr. Franz X. Heinz, Leiter des Instituts für Virologie der Medizinischen Universität Wien ergänzt: "Jährlich werden neue, bisher unbekannte Infektionsorte in Österreich registriert. Davon sind auch Täler in Gebirgsregionen betroffen und Infektionen sind schon bis zu einer Höhe von 1.500 Metern vorgekommen. Daher ist für alle, die sich in Endemiegebieten aufhalten - und zwar vom 1. Lebensjahr bis ins hohe Alter - die Impfempfehlung wirklich ernst zu nehmen. Denn eine Impfung nach Zeckenstich gibt es nicht."

Vergünstigte Zeckenschutz-Impfaktion noch bis 31. Juli

Wer noch nie gegen FSME geimpft wurde, startet mit der Grundimmunisierung, das sind 3 Teilimpfungen innerhalb eines Jahres. Die 1. Auffrischungsimpfung ist drei Jahre nach der 3. Teilimpfung fällig, bis zum 60. Lebensjahr ist der Impfschutz alle fünf Jahre zu erneuern, ab 60 Plus alle drei Jahre.

Im Rahmen der Zeckenschutz-Impfaktion ist der FSME-Impfstoff noch bis zum 31. Juli um beinahe 30 Prozent günstiger. Die Schutzrate einer vollständigen Impfung beträgt fast 100 Prozent. Die FSME-Impfung ist das ganze Jahr über möglich.


Weitere Auskünfte und Informationen:

Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze, Zentrum für Public Health, Leiter des Instituts für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien, 1090 Wien, Rooseveltplatz 3/1, Tel.: 01/4277 646 46, Fax: 01/4277 9646, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Univ.-Prof. Dr. F.X. Heinz, Vorstand des Klinischen Instituts für Virologie der Medizinischen Universität Wien, 1095 Wien, Kinderspitalgasse 15, Tel.:01/40490-79500, Fax: 01/40490-9795, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Susanne Neudeck, ARGE Gesundheitsvorsorge (Hochegger|Com), 1010 Wien, Schwarzenbergplatz 5/4, Tel.: 01/242 02-0, Fax: 01/242 02-9291, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.zecken.at



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