Nasivin® feiert 50. Geburtstag
Kennedy wird der jüngste Präsident der USA, J. Heinrich Matthaei und Marshall Warren Nirenberg entschlüsseln den genetischen Code – bei der Merck AG in Deutschland wird Oxymetazolin gefunden, der Wirkstoff von Nasivin®. Vor nun 50 Jahren trat Nasivin® seinen Siegeszug um die Welt an, sein Wirkstoff Oxymetazolin als zuverlässiges Schnupfenmittel flog sogar bei der ersten Mondlandung mit. Als Spray oder Tropflösung angewendet, sorgt es innerhalb von Sekunden für freie Atmung – dieser Effekt hält bis zu zwölf Stunden an. „Lange Zeit war die Verengung der kleinen Gefäße in der Nasenschleimhaut eine hinreichende Erklärung für seine Wirkung. In den letzten Jahren aber wurden durch verschiedene Studien wesentlich genauere Erkenntnisse gewonnen“, so Erich Nobis, Geschäftsführer Merck Selbstmedikation. Über ein halbes Jahrhundert wurde Oxymetazolin untersucht, es gehört somit zu den bestuntersuchten und dokumentierten Wirkstoffen. Diesen Studien verdankt man auch die Entdeckung der Dreifach-Wirkung von Nasivin®: abschwellend, entzündungshemmend und antiviral.
Merck Corporate History
Nasivin® wirkt gegen Viren. Rhinoviren gelten als die Hauptverursacher des Schnupfens.
„Das sind wohl jene Viren, denen wir Menschen im Laufe unseres Lebens am häufigsten begegnen“, erläutert Dr. Wolfgang Luxenberger, Vorstand der öst. Gesellschaft für Hals-, Nasen-, und Ohrenheilkunde. In der Vergangenheit galt die Behandlung mit Oxymetazolin (Nasivin®) als rein symptomatisch. Umso interessanter sind deshalb Studienergebnisse der letzten Jahre, die zeigen, dass Oxymetazolin neben seiner gefäßverengenden und damit abschwellenden Wirkung direkt die schnupfenauslösenden Viren bekämpft. In Reagenzglas-Modellen konnte gezeigt werden, dass Oxymetazolin die Vermehrung der Viren mit einer Standard therapiedosis um 67 % hemmen kann und damit direkt Viren abtötet. Es beeinflusst darüber hinaus die für das Virus essenziellen Andockstellen, die Rezeptoren, auf der Wirtszelle. Oxymetazolin hemmt die Rezeptordichte für menschliche Rhinoviren auf der Zelloberfläche um ca. 39 %.
Oxymetazolin wirkt auch gegen die Entzündung.
Ursache für das Krankheitsgefühls bei Rhinovirusinfektionen ist nicht nur die Virusvermehrung, sondern auch die überschießende Reaktion des Immunsystems, die das Wohlbefinden beeinträchtigen kann. Oxymetazolin kann die stark entzündungsfördernden Reaktionen des Immunsystems dämpfen, ohne dabei die positiven, erwünschten Effekte der Immunantwort zu schwächen, die die Erkrankung ja bekämpfen soll.
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